Am Freitag, den 2. Juni, erwarten die Frankfurt Eagles Frederick "Freddy" Mosier aus den USA. Der gebürtige Brite wird bereits am Samstag gegen die Mainz Athletics zum Einsatz kommen.
Vor knapp einer Woche hat er sein Studium am Middlebury College im amerikanischen Vermont abgeschlossen. Dort spielt er seit 2019 in der Baseballmannschaft der Division 3.
Der in London, Großbritannien, geborene Freddy begann seine Karriere bereits im Alter von 4 Jahren bei den London Mets.
Von 2018 bis 2021 war er Teil der britischen U16 bis U23 Nationalmannschaft. In den USA hat er gerade sein Wirtschaftsstudium abgeschlossen, bei dem auch Deutsch auf dem Stundenplan stand.
Da lag es nahe, dass ein Team in Deutschland seine nächste Station sein sollte.
Der Yankees-Fan freut sich riesig auf Frankfurt und die Herausforderung. In London waren er und seine Familie noch selbst Gastgeber für Importspieler, nun beginnt sein eigenes Abenteuer im internationalen Baseball.
"In der aktuell sportlich sehr schwierigen Saison, ist jede Hilfe für uns zu gebrauchen. Neben den spielerischen Aufgaben, bei denen Freddy uns mit seiner Erfahrung ind individuellen Qualität nach vorne bringt, wird er auch die Spieler von morgen formen und sich in der Nachwuchsarbeit einsteigen. Wir als Mannschaft, Coaches und Verein freuen uns einen erfahrenen Spieler wie Freddy in unseren Reihen begrüßen zu dürfen."
Die Eagles spielten am 14. Mai einen Double-Header bei der 2. Mannschaft der Stuttgart Reds.
Herrliches Baseballwetter begleitete die Eagles nach Stuttgart, doch außer der Sonne hatten in Spiel 1 nur die Stuttgart Reds etwas zu lachen.
Offensiv lief bei den Eagles nichts zusammen. Am Ende des Tages schaffte es nur Michael Schubert per Walk auf Base.
Umso effektiver agierte die Stuttgarter Offensive. Louis Romeyer, der als Pitcher für die Eagles startete, hatte Schwierigkeiten seine Pitches in die Zone zu bringen und so ging Stuttgart im ersten Inning mit 0:7 in Führung.
Diese Führung wurde kontinuierlich ausgebaut, bis das Spiel im 4. Inning beim Stand von 0:15 vorzeitig beendet wurde.
Auch in Spiel 2 taten sich die Eagles gegen das starke Pitching der Reds schwer. Lediglich 4 Hits und keine Runs sollten am Ende des Spiels auf Seiten der Eagles stehen.
Kolja Weimer begann Spiel 2 als Pitcher und konnte mit einer soliden Defensive die Reds kurz halten.
Ein Walk und 2 Hits im vierten Inning reichten den Stuttgartern um mit 2 Runs in Führung zu gehen. Dies waren die einzigen Punkte des Spiels. Trotz der Niederlage lag das Highlight des Tages wohl auf Seiten der Eagles. Mit Läufern auf der ersten und zweiten Base entschieden sich die Reds für einen Hit-n-Run. Dabei starten beide Läufer mit dem Pitch zu einem Steal. Der Schlagmann der Reds schafft es jedoch nicht, den Ball auf den Boden zu bringen, sondern schlägt ihn direkt in die Handschuhe des Second Baseman Paul Wenzel, der den Ball zu Dennis Seyerlein an die erste Base wirft, der das Triple Play mit einem Wurf zur zweiten Base beendet.
Ein Spielzug, den man selten zu sehen bekommt.
Muttertag einmal anders. Am Sonntag, dem 14. Mai, findet der Saison Opener der Frankfurt 1860 "Äpplers" gegen die Saarlouis Hornets zugunsten der Früherkennung und Heilung von Brustkrebs statt.
Mit diesem Benefiz-Spieltag nehmen wir erneut die Tradition aus den USA auf, am Muttertag für die Brustkrebshilfe zu spielen.
12:00 Uhr
ca. 14:30 Uhr
Der Eintritt ist frei; kommt vorbei und unterstützt uns bei diesem wichtigen Thema!
Für das leibliche Wohl ist gesorgt!
Alle Einnahmen werden an "Aktion Pink" gespendet (http://www.aktionpink.de)
Foto: Paul Wenzel am Schlagmal.
Im zweiten Heimspiel in der 2. Bundesliga empfingen am 7. Mai 2023 die Frankfurt Eagles die Heidelberg Hedgehogs.

Foto: Faires Abklatschen der Mannschaften nach dem Spieltag.
Louis Romeyer führt die Eagels als Pitcher auf den Mound und zeigt mit einer Top-Leistung, dass man die vergangenen Spiele als Team aufgearbeitet und abgehakt hat.
Auch die Offensive der Frankfurter ist endlich voll da. So sind es die Eagles, die im 2. Inning mit 2 Runs in Führung gehen. Höhepunkt war hier ein Leadoff-Triple von Petr Hurnik.
Heidelberg antwortet im 3. Inning mit einem Run, um den Anschluss zu halten.
Im 3. Inning legten die Eagles nach: 3 Runs setzten ein Ausrufezeichen, dass man in den letzten Wochen hart gearbeitet hat und endlich einen Sieg einfahren möchte.
Doch es sollte anders kommen. Das verflixte 4. Inning schlug zu. Heidelberg nutzte die Unkonzentriertheiten des Heimteams gnadenlos aus. 3 Walks und 3 Hits brachten 5 Runs und somit die 6:5 Führung.
Nach diesem Inning übernahmen die Pitcher wieder die Kontrolle über das Spiel und ließen auf beiden Seiten keine weiteren Runs mehr zu. Somit musste man am Main weiter auf den ersten Saisonsieg in der 2. Bundesliga warten.
Dennis Seyerlein beorderte den sonst als Reliever eingesetzten Kolja Weimer als Starting Pitcher auf den Mound.
Dieser bedankte sich für das Vertrauen direkt mit einem Strikeout gegen den Leadoff der Hedgehogs, musste aber dennoch im Verlauf des 1. Innings einen Run hinnehmen. In der unteren Hälfte des 1. Innings konnten die Eagles nichts Zählbares auf die Anzeigetafel bringen. Heidelberg punktete im 2. Inning erneut und baute die Führung auf 2:0 aus.
Die Eagles waren nun wild entschlossen. Weimer eröffnete das 2. Inning mit einem Basehit, Dennis Seyerlein kam mit einem Walk auf Base und Noah Romeyers weites Double sorgte für den 2:1-Anschluss. Lukas Stawinoga sorgte mit einem Hit für den 2:2 Ausgleich. Ein weiterer Hit von Louis Romeyer brachte die 2:3 Führung.
In den Innings 3 und 4 ließ Weimer mit einer super Defensive hinter sich keine Punkte zu. Frankfurt erhöhte auf 2:4.
Heidelberg brachte sich immer wieder in gute Positionen. Dies wurde im fünften Inning mit 1 Run bestraft.
Im 6. Inning übernahm dann Heidelberg die Führung, 5:4 ging es in die untere Hälfte des 6. Innings.
Die Eagles standen mit dem Rücken zur Wand. Paul Wenzel kam durch einen Walk auf Base. Der Run zum Ausgleich war damit auf Base.
Ein ungenauer Wurf des Pitchers brachte ihn auf die zweite Base. Bei einem Aus war es Louis Romeyer, der mit einem satten Hit den Ausgleich über die Platte schickte.
Dennis Seyerlein vertraute weiterhin auf Kolja Weimer, der das 7. Inning mit 2 Strikeouts begann, dann aber einen Runner auf Base ließ. Nun war es an der Zeit zu reagieren. Dustin Orizzonte übernahm als Pitcher und beendete das Inning mit einem Strikeout. Aber auch Frankfurt konnte im 7. Inning nicht punkten.
So ging es zum ersten Mal in dieser Saison in die Extra-Innings. Hier kommt die sogenannte Ghost-Runner-Rule zum Tragen. Die Innings werden
mit Läufern auf der 1. und 2. Base begonnen. Die Nerven liegen blank, das merkt man dem ganzen Team und auch den Zuschauern an, die bis dahin ein hochspannendes Spiel gesehen haben.
Heidelberg nutzte die Gunst der Stunde und bringt 4 Runner über die Home Plate. 9:5! Ein herber Rückschlag für die Heimmannschaft.
Doch die Eagles zeigten Herz und Moral: Paul Wenzel an der 2. Base, Lukas Stawinoga auf der 1. Base. Luis Romeyer am Schlag. Er schlägt den Pitch durch die Mitte des Spielfeldes. Wenzel punktet, Stawinoga auf der zweiten Base. 9:6, kein Aus! Der nächste Schlagmann muss per Strikeout wieder auf der Bank Platz nehmen.
Atsushi Sugawara wird vom gepitchten Ball getroffen und lädt die Bases für Petr Hurnik. Dieser schlägt einen tiefen Ball ins Centerfield, der zwar gefangen
wird, aber ausreicht, um Stawinoga punkten kann. 9:7 bei zwei Aus!
Andreas Schubert am Schlag. Er findet die Lücke im Outfield und sorgt damit für den Ausgleich!
9 zu 9 bei weiterhin 2 Aus. Der nächste Batter wird mit einem Intentional Walk (freiwilliger Walk) auf Base geschickt. Noah Romeyer mit einem Hit lädt die Bases erneut.
Paul Wenzel am Schlag, dieser trifft den Ball nicht 100%ig, aber der Heidelberger Shortstop hat einen langen Weg zum Ball und kann den Schlagmann auf der ersten Base nicht auswerfen und die Eagles erzielen den WINNING RUN zum 9:10-Endstand.

"Die Mannschaft im gesamten Verbund hat sich den gestrigen Sieg mit stetiger Verbesserung, Ehrgeiz und von den Siegen des vergangenen Jahres motiviert erarbeitet und erkämpft. Und gerade zum nervenaufreibenden Finale von Spiel 2 konnten wir sehen, dass unsere doch zuletzt etwas angekratzte Nervenstärke wieder zurück ist und es uns möglich gemacht hat Ruhe zu bewahren und das Spiel zu drehen!"

Foto: Team nach Spielende.
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